Dienstgütevereinbarung · Leistungsverpflichtungen · SLA-Klausel
Ein Service Level Agreement (SLA) ist ein Vertragsbestandteil, der messbare Leistungsziele festlegt, zu deren Einhaltung sich ein Anbieter verpflichtet — typischerweise Verfügbarkeit, Reaktionszeit, Lösungszeit — mit definierten Gutschriften oder Rechtsmitteln bei Verfehlung. SLAs verwandeln Marketingversprechen ("hochverfügbar", "schneller Support") in durchsetzbare Zusagen.
Ein SLA übersetzt qualitative Leistungsversprechen in quantitative, messbare Schwellenwerte. Verfügbarkeit ist am bekanntesten: 99,9 % bedeutet höchstens 43 Minuten Ausfallzeit pro Monat; 99,99 % höchstens 4 Minuten. Reaktionszeit-SLAs verpflichten den Anbieter, ein Support-Ticket innerhalb eines definierten Fensters zu bestätigen (1 Stunde bei kritischen, 24 Stunden bei nicht kritischen). Lösungszeit-SLAs gehen weiter und verpflichten zu einer Behebung oder einem Workaround bis zu einer Frist. Wird ein SLA verfehlt, erhält der Kunde typischerweise Servicegutschriften — einen Prozentsatz der Monatsgebühren als Rückerstattung oder Gutschrift auf künftige Rechnungen — und bei anhaltenden oder schwerwiegenden Verstößen ein Kündigungsrecht.
SLAs sind der Punkt, an dem Dienstleistungsverträge entweder durchsetzbar oder schmückend werden. Ein gut formuliertes SLA gibt dem Kunden echten Rechtsbehelf bei Minderleistung; ein schlecht formuliertes schafft Schutzillusion, während der Anbieter deutlich weniger liefern darf als versprochen. Die Lücke zwischen "99,9 % Verfügbarkeit"-Marketing und einer vertraglichen Zusage mit Messmethodik, Ausnahmen und Servicegutschriften ist, wo Rechtsteams ihren Wert zeigen. Vor Unterschrift jede SaaS- oder Managed-Services-Vertrag auf SLA-Details prüfen — die Details entscheiden, ob Sie einen Vertrag oder eine Hoffnung haben.
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